Daten-Report: Der DACH-Stellenmarkt in Zahlen 2026
42.000 DACH-Stellenanzeigen ausgewertet: nur 5,1 % mit konkreter Gehaltsspanne, 31.389 Jobtitel, 73 % ohne Remote-Angabe. Eigene Pool-Daten, Juli 2026.


Nur 5,1 Prozent von rund 42.000 ausgewerteten DACH-Stellenanzeigen nennen eine strukturierte Gehaltsspanne (eigene Pool-Auswertung, Stand 04.07.2026). Das ist die Kernzahl dieses Reports, aber bei Weitem nicht die einzige. Wir haben unseren eigenen Job-Pool ausgewertet, mit dem smart-job-match täglich arbeitet, und dabei vier Muster gefunden, die für Kandidatinnen und Kandidaten aus allen Branchen relevant sind, egal ob in der Pflege, im Handwerk, im Vertrieb oder in der Verwaltung.
Das Wichtigste in Kürze
- Nur 5,1 % der rund 42.000 matchbaren DACH-Stellenanzeigen tragen eine strukturierte Gehaltsspanne, selbst mit jeder Freitext-Euro-Erwähnung mitgezählt sind es rund 20 % (eigene Pool-Auswertung, Stand 04.07.2026).
- 31.389 verschiedene Jobtitel zeigen: Der Pool ist radikal heterogen und kein Nischen-Segment für eine einzelne Branche oder Rolle.
- 88,2 % der Stellen stammen direkt aus den Bewerbersystemen der Arbeitgeber selbst, nicht aus Aggregatoren oder Jobbörsen.
- Über die Hälfte der Stellen (52,6 %) ist höchstens sieben Tage alt, der gesamte Pool höchstens 30 Tage.
- Bei fast drei Vierteln der Stellen bleibt der Remote-Status in der Anzeige komplett offen.
Die Datenbasis: rund 42.000 Stellenanzeigen aus dem DACH-Raum
Grundlage dieses Reports ist der matchbare Stellen-Pool von smart-job-match, Stand 04.07.2026: rund 42.000 aktuelle Stellenanzeigen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (eigene Pool-Auswertung, Stand 04.07.2026). Die Stellen stammen aus 2.733 unterschiedlichen Quellen und von 6.093 unterschiedlichen Unternehmen (eigene Pool-Auswertung, Stand 04.07.2026). 88,2 Prozent davon kommen direkt aus den Bewerbersystemen der Arbeitgeber selbst, sogenannten ATS-Plattformen, weitere 6,4 Prozent über strukturierte Stellenmarkt-Daten (JSON-LD) und 5,4 Prozent über Aggregatoren (eigene Pool-Auswertung, Stand 04.07.2026). Der Pool ist also überwiegend arbeitgebernah aufgebaut, nicht auf ein einzelnes Jobportal oder eine kleine Anzahl großer Boards gestützt.
Diese Breite ist die Voraussetzung für alles Folgende. Ein Report über 500 Stellenanzeigen aus einem einzelnen Portal würde in erster Linie die Eigenheiten dieses Portals abbilden, etwa dessen typische Kundenbranche oder Preismodell. Ein Pool aus über 2.700 Quellen und mehr als 6.000 Unternehmen bildet dagegen eher den Markt selbst ab, auch wenn er keine amtliche Vollerhebung ist, dazu mehr im Methodik-Abschnitt am Ende.
Der ATS-first-Anteil von 88,2 Prozent ist dabei kein Zufallsprodukt, sondern eine bewusste Weichenstellung: Stellenanzeigen direkt aus dem Bewerbersystem eines Arbeitgebers sind in aller Regel aktueller und vollständiger als eine Kopie auf einem Drittportal, die schon mal ein paar Tage hinterherhinkt oder gekürzt wurde. Wer also wissen will, was der DACH-Stellenmarkt gerade tatsächlich ausschreibt, kommt an einer möglichst arbeitgebernahen Datenbasis kaum vorbei.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Matchbare Stellenanzeigen | ≈ 42.000 |
| Unterschiedliche Quellen | 2.733 |
| Unterschiedliche Unternehmen | 6.093 |
| Anteil direkt aus ATS-Systemen | 88,2 % |
| Anteil über strukturierte Daten (JSON-LD) | 6,4 % |
| Anteil über Aggregatoren | 5,4 % |
| Stellen mit eigenem, einzigartigem Jobtitel | 31.389 (73,7 %) |
| Erstmals gesehen in den letzten 7 Tagen | 52,6 % |
| Erstmals gesehen in den letzten 30 Tagen | 100 % |
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Claim 1: Nur 5,1 % der Stellenanzeigen nennen eine strukturierte Gehaltsspanne
Die auffälligste Zahl in diesem Report betrifft das Gehalt. Von den rund 42.000 matchbaren Stellenanzeigen tragen nur 2.178, das sind 5,1 Prozent, eine strukturierte, maschinenlesbare Gehaltsspanne mit Mindest- und Höchstwert (eigene Pool-Auswertung, Stand 04.07.2026). Im Umkehrschluss heißt das: 94,9 Prozent der Anzeigen kommen ohne diese strukturierte Angabe aus.
Diese strukturierte Quote allein wäre streng genommen zu eng gefasst, deshalb haben wir sie auch mit einer großzügigeren Methode gegengeprüft. Zählt man jede Erwähnung eines Euro-Betrags im Fließtext der Anzeige mit, also auch Benefits, Budgetgrenzen oder Boni, kommt man auf 8.737 Anzeigen, das sind 20,5 Prozent (eigene Pool-Auswertung, Stand 04.07.2026). Diese Zahl überschätzt echte Gehaltsangaben eher, weil sie auch Nebensächliches mitzählt, sie ist der ehrliche Oberrand, nicht die eigentliche Antwort. Die reale Quote konkreter Gehaltsangaben liegt also irgendwo zwischen 5,1 und 20,5 Prozent, mit klarer Tendenz zur unteren Zahl.
Diese Größenordnung deckt sich mit einer unabhängigen externen Erhebung. Laut Indeed Hiring Lab, Mai 2026 nennen in Deutschland rund 12 Prozent der Stellenanzeigen überhaupt ein Gehalt. Diese Zahl liegt genau zwischen unserer strengen strukturierten Untergrenze und der großzügigen Freitext-Obergrenze, gemessen mit einer völlig anderen Methode auf einer anderen Datenbasis. Zwei unabhängige Messungen, die im selben Korridor landen, sind ein stärkeres Signal als eine einzelne Zahl für sich allein.
Für Kandidatinnen und Kandidaten bedeutet das: Egal ob die nächste Anzeige eine Stelle in der Logistik, im Ingenieurwesen oder in der Gastronomie beschreibt, in neun von zehn Fällen ist die Gehaltsspanne selbst zu recherchieren, etwa über den Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, eine Tarifbindung oder eine direkte Nachfrage. Der Artikel Gehaltsspanne herausfinden: 5 Wege geht diese Recherche-Wege im Detail durch.
Eigene Pool-Auswertung, Stand 04.07.2026
Quelle: Indeed Hiring Lab, Mai 2026
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Claim 2: 31.389 verschiedene Jobtitel, kein Nischen-Board
Der zweite Befund betrifft die Breite des Pools selbst. Von den rund 42.000 matchbaren Stellen tragen 31.389 einen jeweils eigenen, in Kleinschreibung normalisierten Jobtitel, das entspricht 73,7 Prozent aller Stellen (eigene Pool-Auswertung, Stand 04.07.2026). Anders ausgedrückt: Fast drei von vier Stellen im Pool haben einen Titel, der so oder in dieser Schreibweise sonst nirgends im Pool auftaucht.
Diese Zahl ist mehr als eine technische Randnotiz. Sie zeigt, dass der Pool nicht auf eine einzelne Berufsgruppe, ein Nischen-Board oder eine überschaubare Anzahl wiederkehrender Standardtitel zugeschnitten ist. Eine Pflegefachkraft, ein Bauleiter, eine Vertriebsinnendienst-Mitarbeiterin und ein Lagerlogistiker tauchen im selben Pool nebeneinander auf, zusammen mit tausenden weiteren, oft sehr spezifischen Titelvarianten. Für ein Werkzeug, das Bewerbungen über alle DACH-Branchen hinweg einordnen soll, ist genau diese Heterogenität die Voraussetzung, nicht ein Nebeneffekt.
Eine Aufschlüsselung nach einzelnen Branchen, Bundesländern oder Senioritätsstufen ist aus den vorliegenden Daten allerdings nicht sauber möglich, weil Standortangaben als Freitext vorliegen und keine einheitliche Branchen-Kategorisierung existiert. Das ist eine bewusste Grenze dieses Reports, mehr dazu im Methodik-Abschnitt.
Claim 3: Über die Hälfte der Stellen ist höchstens sieben Tage alt
Ein Datenreport über einen Stellenmarkt ist nur so nützlich wie aktuell er ist. Nach eigener Pool-Auswertung, Stand 04.07.2026, wurden 52,6 Prozent der matchbaren Stellen erstmals in den letzten sieben Tagen im Pool gesehen, 100 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage. Es gibt also keine veralteten Karteileichen im matchbaren Bestand, jede Stelle wurde spätestens innerhalb eines Monats erfasst.
Wichtig für die Einordnung: Das ist eine Momentaufnahme zum Stichtag 04.07.2026, kein Längsschnitt über mehrere Monate oder Jahre. Der Pool wird laufend aktualisiert, ältere, nicht mehr matchbare Stellen wandern in den Status abgelaufen und fließen nicht mehr in diese Zahlen ein. Für Bewerbende heißt das praktisch: Wer eine Stelle im Pool findet, findet in aller Regel eine noch offene, aktuell besetzte Position, egal ob es um eine Stelle im Einzelhandel oder eine Position in der öffentlichen Verwaltung geht.
Claim 4: Bei fast drei von vier Stellen bleibt der Remote-Status offen
Der vierte Befund betrifft ein Thema, das viele Bewerbende unterschätzen, wenn sie eine Anzeige lesen. Nach eigener Pool-Auswertung, Stand 04.07.2026, ist der Remote-Status bei 73,1 Prozent der matchbaren Stellen als unbekannt eingestuft, weil die Anzeige selbst dazu keine klare Angabe macht. Nur 4,3 Prozent sind ausdrücklich als reine Remote-Stelle ausgeschrieben, 12,7 Prozent als hybrid und 9,9 Prozent als reine Vor-Ort-Stelle.
Diese Zahl relativiert eine verbreitete Annahme, dass Homeoffice inzwischen der Normalfall sei. Im ausgewerteten Pool ist reines Remote-Arbeiten mit 4,3 Prozent die klare Ausnahme, nicht die Regel. Bei der überwältigenden Mehrheit der Anzeigen steht zum Homeoffice-Anteil schlicht nichts. Das gilt branchenübergreifend, von der Sachbearbeitung über den Vertrieb bis zur Projektleitung im Handwerk, wo Vor-Ort-Arbeit naturgemäß häufiger ist, aber auch dort bleibt die Angabe zum Homeoffice-Anteil oft schlicht unerwähnt.
Für Bewerbende bedeutet das: Eine fehlende Remote-Angabe ist kein Zufall, sondern der Normalfall. Sie sollte aktiv erfragt werden, wenn sie entscheidungsrelevant ist, statt aus dem Schweigen der Anzeige eine Annahme abzuleiten. Wie man solche fehlenden oder unklaren Angaben als Warnsignal einordnet, beschreibt der Artikel Stellenanzeige bewerten: 12 Warnsignale im Detail.
Eigene Pool-Auswertung, Stand 04.07.2026
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Was die vier Zahlen zusammen zeigen
Einzeln betrachtet ist jede dieser vier Zahlen ein Detail. Zusammengenommen ergeben sie ein Bild: Der DACH-Stellenmarkt ist aktuell, breit gestreut über Rollen und Branchen und überwiegend arbeitgebernah dokumentiert, gleichzeitig aber an zwei entscheidenden Stellen auffällig zurückhaltend mit Informationen, beim Gehalt und beim Remote-Status. Für eine Sachbearbeiterin in der Verwaltung genauso wie für einen Bauleiter im Handwerk bedeutet das dieselbe praktische Konsequenz: Die Anzeige allein reicht selten aus, um Gehalt und Arbeitsmodell verlässlich einzuschätzen, beides muss in den meisten Fällen aktiv nachgefragt oder recherchiert werden, bevor eine fundierte Entscheidung für oder gegen eine Bewerbung möglich ist.
Methodik: Woher die Zahlen kommen und was sie nicht zeigen
Dieser Report basiert ausschließlich auf dem eigenen matchbaren Job-Pool von smart-job-match, Stand 04.07.2026, mit rund 42.000 Stellenanzeigen aus dem DACH-Raum. Die Datenbasis ist öffentlich zugänglich über den Aggregat-Endpunkt, einzelne Stellenanzeigen oder Kandidatendaten sind darin nicht enthalten.
Für die Auswertung gilt:
- „Ohne Gehaltsangabe" bedeutet konkret: keine strukturierte, in Datenbankfeldern hinterlegte Mindest- und Höchstspanne. Die zusätzliche Freitext-Prüfung auf Euro-Erwähnungen dient als bewusst großzügiger Oberrand, um die strukturierte Zahl nicht als einzige Wahrheit darzustellen.
- DACH-Filter: Nur Stellen mit Status „matchbar" (neu oder bereits indexiert) fließen ein. Stellen außerhalb des DACH-Raums oder mit abgelaufenem Status wurden ausgeschlossen.
- Momentaufnahme, kein Längsschnitt: Alle Zahlen gelten zum Stichtag 04.07.2026. Der Pool verändert sich laufend, eine Wiederholung dieser Auswertung zu einem späteren Zeitpunkt kann leicht abweichende Werte liefern.
- Was bewusst NICHT gemessen wurde: Ein Titel-Aufgaben-Mismatch, also ob der Stellentitel tatsächlich zu den beschriebenen Aufgaben passt, lässt sich aus strukturierten Datenbankfeldern nicht ableiten, das bräuchte eine inhaltliche Sprachanalyse jeder einzelnen Anzeige. Ebenso wurde keine Aufschlüsselung nach einzelnen Branchen, Bundesländern oder Senioritätsstufen vorgenommen, weil Standortangaben als Freitext vorliegen und keine einheitliche Branchen-Kategorisierung existiert. Beide Einschränkungen werden hier bewusst benannt, statt eine Zahl zu erfinden, die nicht belastbar wäre.
Diese Transparenz ist kein Nebensatz. Ein Datenreport, der seine eigenen Grenzen nicht offenlegt, ist genauso wenig vertrauenswürdig wie eine Stellenanzeige ohne Gehaltsangabe.
So geht's weiter
Diese vier Zahlen sind eine Momentaufnahme des DACH-Stellenmarkts, kein Ersatz für die Prüfung der einzelnen Stellenanzeige, die für dich relevant ist. smart-job-match ordnet jede eingereichte Stellenanzeige gegen genau diesen Pool aus rund 42.000 DACH-Stellen ein, inklusive Gehalts-, Remote- und Aktualitätssignalen. Wenn du wissen willst, wie deine nächste Bewerbung im Kontext dieser Daten abschneidet, kannst du sie unter app.smart-job-match.de einreichen.
Füg eine Stellenanzeige ein: Passung, Rolle und Gehalt in 10 Sekunden, mit Belegen.


